Der Entenclub

Wie schon vorher erwähnt hat mich Gowig in den Entenclub genommen. Hanse war damals Präsident, dann waren da noch Tommy, Roland und Moni, Joan, Helga und ich weiß nicht mehr so genau, sorry, wenn ich jemanden vergessen habe. Jedenfalls so ca. 1986 löste sich die Geschichte langsam auf, Gowig kaufte sich den BX, Hanse irgendeinen Japaner usw. Irgendwann drückte mir Hanse zwei, drei Ordner mit den Enten-club-Unterlagen in die Hand und ernannte mich zum Präsidenten. Da saßen wir nun als kleines Häufchen, Joan noch und Peter, der damals frisch dazu kam. Es war etwas trist, weil, wenn einer fehlte und die andere zu spät kam, saß ich alleine in der Kneipe. Der Club bin ich. . .

Irgendwann aber kamen dann Roland und Moni mit Karlheinz und Petra und einige neue Mitglieder, auch durch eine Flyeraktion. Jetzt waren wir wieder ein richtiger Stammtisch mit so 10-12 Leuten und wir fuhren auf Treffen, als Höhepunkt damals das Weltententreffen in Orleans 1989. Wir haben dann auch beim Straßenfest in Mühlacker mitgemacht, aber nicht mit der obligatorischen Freß- und Saufbude. Wir haben bei Carrera eine riesige Rennbahn organisiert und haben den Rennautos Entenkarosserien verpaßt und für 'ne Mark oder so konnte jeder mal das Rennen machen.

Für die Kinder gedacht entpuppte es sich als beliebtes Spiel für die Väter, war 'ne geile Aktion, wir waren mit dieser Idee auch mit großem Bild in der Ortspresse. Dann kam uns die Idee ein Ententreffen an Pfingsten zu organisieren. Das war 1990 und mit viel Aufwand und Organisationsgeschick hatten wir dann ein Riesenzelt, einen Bierwagen, einen Haufen Holz fürs Lager-feuer und Karlheinz als Koch. Sonntags zum Frühschoppen hatten wir dann eine Jazzband organisiert. Dann machten wir eine Werbungsaktion, einmal als Eigenwerbung und dann noch wegen dem Jazzfrühschoppen. Aber wir haben nicht einfach Plakate geklebt, ok, das auch, wir ließen uns noch was anderes einfallen.

Ich versuche das mal ohne Gefühlsausbrüche zu kommentieren. Ich organisierte eine gelbe Ente, baute Motor, Getriebe usw. aus, bastelte ein Holzgestell, vier leere Ölfässer dran und ließen diese ganze Kon-struktion auf die Enz, der Fluß der durch Mühlacker fließt. Wir ließen uns stromabwärts treiben und befes-tigten die Ente am Brückenpfeiler. Danach befestigten wir ein Transparent mit der Werbung für Treffen und Jazz. Es herrschte helle Aufregung im Dorf. Obwohl alles genehmigt war bei Polizei, Ordnungsamt, Wasser-wirtschaftsamt und dem Ufer- und Böschungsamt ( das gibts wirklich ! ), waren die Anrufe bei der Polizei von besorgten Bürgern durchaus kurios, von wegen, da schwimmt eine Ente im Fluß.

Es soll auch zwei Auffahrunfälle auf der Brücke wegen der Ente gegeben haben. Es wurde ein absolut geiles Treffen, die die damals dabei waren wissen warum, Blues Brothers und Rocky Horror bis zum Abwinken. Armin, der sich am Zeltseil räkelte oder Markus wild mitgröhlend mit beiden Händen auf den Tresen trommelnd, so kennt man ihn gar nicht. Oder die Geschichte mit dem Hühnerdieb. . .

Das Pfingsttreffen ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Treffenkalender der Entenszene geworden, aber das erste war mit Abstand das beste.

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