Ententreffen Dotnacht/CH 1990

Dieses Ententreffen war eines der Verstrahltesten, das ich erlebt habe. Manne fuhr mit seiner roten Charlie, Markus mit dem Roadster und ich mit meiner schwarzen Chrom-Ente. Die Hinfahrt war schon ein Comic wert. Wir fuhren auf der A81 bis zum Bodensee und fuhren weiter zum Grenzübergang. Dieser Übergang war ultragesichert, so mit Panzersperren, Stacheldraht und zig Ordnungshütern. Wir passierten problemlos und fuhren weiter. Irgendwie haben wir uns aber verfranzt und fuhren über Waldwege und Felder in ein Dorf ein um zu bemerken, daß wir wieder in Deutschland waren !

Naja, es hat dann doch geklappt und wir fuhren spät abends in Dotnacht auf dem Treffenplatz ein, die Leute liefen unseren verstrahlten Enten hinterher, wie die Kinder um die Jahrhundertwende dem ersten Auto in der Stadt. Am nächsten Tag fingen wir an am Roadster eine Fliehkraftkupplung einzubauen, die Markus auf unserem letzten Frankreich-Schrottplatz-Trip ergattert hatte. Die Leute staunten nicht schlecht, wie wir auf der grünen Wiese in Windeseile die Maschine aus- und wieder eingebaut haben. Die Probefahrt war ein akustisches Ereignis der besonderen Art. Da das Lager der Kupplung am Anfang etwas trocken lief entwickelte es ein Geräusch ähnlich einer startenden JU 52.

Es legte sich aber und das Ding funktioniert heute noch problemlos. Von der Probefahrt nach Romans-horn zurückgekommen stand am Abend dann ein Schönheitswettbewerb für die Enten an. Es wurde ein Kantersieg für die angereiste Mannschaft aus Mühlacker: Manne belegte Platz drei, Markus Platz zwei und mir wurde ein Riesenpokal in die Hand gedrückt, aus dem wir ab dann das Bier genossen. Da haben wir ganz schön abgeräumt, angesichts der Tatsache, daß so ca. 40-50 Enten auf dem Treffen waren. . .

 

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