Neidische Nachbarn

Diese menschliche Spezies ist im Schwäbischen leider häufig anzutreffen. Besonderes Exemplar war der ältere Herr gegenüber, als ich in der Hermann-Hesse-Str. in Mühlacker wohnte. In dieser Straße sind ge-genüber meiner Wohnung Parkstreifen zwischen Bäumen, wo es keine Parkplatzprobleme gab und ich locker drei Enten zwischen die Bäume stellen konnte. Genau vor dem Haus des älteren Herren gegenüber, der einen Mercedes ( schwäbisches Muß als Rentner, sonst hat man was falsch gemacht im Leben ) sein Eigen nannte und natürlich eine Garage für dieses Gefährt hatte.

Er beschwerte sich bei mir, warum ich meine Enten vor sein Haus stellen würde und blockierte teilweise den Parkraum mit seinem Müllcontainer. Der müsse da stehen, weil vor dem Baum darf er nicht stehen, weil da die Feuerwehr durch müsse. Ich habe ihm dann die Erlaubnis gegeben den Müllcontainer doch da hin zu stellen, mit dem Verweis auf die Mindestdurchfahrbreite von 3 Metern und er könne sich ruhig beim Kommandanten vergewissern. Ich hielt ihm dann meinen Feuerwehrdienstausweis unter die immer blasser werdende Nase und Schluß der Dis-kussion. Dann war eine Weile Ruhe, bis ich eine Vorladung zum Ordnungsamt bekam, wegen einer Be-schwerde dieses Nachbarns.

Der hat doch tatsächlich zwei DIN A 4 - Seiten eng vollgeschrieben, welche Ente, welcher Farbe, welches Kennzeichen mit Datum und Uhrzeit vor seinem Haus stand. Es waren über fünfzig Enten in einem Zeitraum von 5-6 Monaten ! Da ich die Menschen auf dem Ordnungsamt alle gut kannte, zwecks Feuerwehr und so, war es eigentlich kein Problem. Es wurde mir auch vorgeworfen, daß ich aus der AK heraus heftige Reparaturen auf der Straße durchführen würde. Diese Beschuldigung wies ich von mir und Paul vom Verkehrsamt meinte dann gleich, so ein Quatsch, du hast doch die Scheune beim Eierkarle. Obwohl das nicht ganz rechtens war, so von wegen Nutzungsordnung und so war die Sache erledigt. Ganz gut, wenn man etwas Vitamin B hat. . .

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